Wasserversorgung

Zur langfristigen Sicherung der Trinkwasserversorgung in der Gemeinde Icking hat das Ingenieurbüro Blasy-Ǿverland im Jahre 2003 in einer Studie sechs mögliche Varianten gegenüber gestellt. Die Details sind im Bürgerversammlungsheft 2004 abgedruckt. Hier aufgeführt sind nochmals die sechs Varianten in Kurzform:

Variante 1: Anschluss an die Gemeinde Berg
Variante 2: Anschluss an die Stadt Wolfratshausen
Variante 3: Anschluss an die Stadt München
Variante 4: Anschluss an die Gemeinde Schäftlarn
Variante 5: Wassererschließung durch einen neuen Brunnen
Variante 6: Aufbereitung des Wassers der vorhandenen Brunnen durch Ultrafiltration.

Für die Variante 6 (Ultrafiltration) hat das Ingenieurbüro Baur, Hassfurt eine Machbarkeitsstudie erstellt und den Fachbehörden und dem Gemeinderat vorgestellt. Nach dieser detaillierten und ausführlichen Untersuchung ist es möglich, die Ultrafiltrationsanlage einschließlich der erforderlichen Zwischenbehälter, Pumpen und der Steuerungsanlage in dem vorhandenen Brunnenhaus unterzubringen. Gleichzeitig kam auch dieses Büro zum dem Ergebnis, dass es für die Gemeinde am Wirtschaftlichsten ist, einen eigenen neuen Brunnen (Variante 5) zu bohren. Diese Aussage gilt aber nur dann, wenn mit einem vertretbaren Aufwand ausreichend Wasser in einer entsprechend guten Qualität gefunden wird.

Im Wald westlich von Irschenhausen ist im vorgeschlagenen Gewinnungsgebiet 2b mit der Suche nach Trinkwasser begonnen worden. Die Bohrarbeiten begannen Ende November. Zwischenzeitlich konnte die Bohrung bis auf eine Tiefe von ca. 70 m (Stand 01.03.05) abgeteuft werden. Bisher haben wir die erhoffte Wasserrinne noch nicht angebohrt. Die Bohrung ist geplant bis auf eine Tiefe von ca. 100 m fortzuführen.

Bei Rohrnetzüberprüfungen haben wir im vergangenen Jahr 25 undichte Stellen im Leitungsnetz aufgefunden und abgedichtet. 10 undichte Stellen betrafen die Hauptleitungen in den öffentlichen Straßen. Auffällig war bei allen Undichtigkeiten im Bereich der Hauptleitungen, dass die Rohrleitungen von Außen nach Innen durchkorrodiert sind. So hatten wir in der Ludwig-Dürr-Straße auf einer Rohrleitungslänge von etwa einem ¾ m vier Löcher in der Trinkwasserleitung. Der Trinkwasserverlust durch undichte Rohrleitungen und Anschlüsse lag im vorigen Jahr bei über 23%.
Aus der nachfolgenden Tabelle können Sie die Trinkwasserförder- und Verkaufsmengen der letzten Jahre ablesen. Im Jahr 2001 ist die Abrechnung auf das Kalenderjahr umgestellt worden. Die Zahlen beziehen sich daher nur auf 9 Monate.

Wasserversorgung Icking

Jahr Fördermenge Verkaufsmenge
2000 203 000 m³ 150 000 m³
2001 198 000 m³ 125 000 m³
2002 191 000 m³ 155 000 m³
2003 220 000 m³ 175 000 m³
2004 221 000 m³ 163 000 m³
2005 198 000 m³ 160 000 m³
2006 184 000 m³ 158 000 m³
2007 184 000 m³ 156 000 m³
2008 182 450 m³ 154 100 m³
2009 174 500 m³  

Wasserversorgung Dorfen, Attenhausen und Schlederloh

Jahr Fördermenge Verkaufsmenge
2000 70 000 m³ 44 000 m³
2001 47 000 m³ 35 000 m³
2002 63 000 m³ 45 000 m³
2003 59 000 m³ 52 000 m³
2004 56 000 m³ 45 000 m³
2005 57 000 m³ 41 000 m³
2006 56 000 m³ 45 000 m³
2007 45 100 m³ 40 000 m³
2008 43 500 m³ 39 500 m³

2009

45 500 m³ 

Die Verwaltung dankt allen Grundstückseigentümern, dass Sie die Zählerablesung selbst vorgenommen, und die Ablesekarten pünktlich an die Gemeinde zurückgegeben haben.

Mit der Zählerablesung oder dem Gebührenbescheid haben auch in diesem Jahr wieder einige Bürger einen außergewöhnlich hohen Trinkwasserverbrauch feststellen müssen. In aller Regel handelt es sich bei dem erhöhten Wasserverbrauch um eine auf dem Grundstück verlegte und undicht gewordene Wasserleitung, oder um ein tropfendes (laufendes!) Sicherheitsventil der hauseigenen Warmwasserversorgung.
Wir empfehlen allen Grundstückseigentümern, den Trinkwasserzähler regelmäßig (monatlich) abzulesen und den Zählerstand zu notieren. Unregelmäßigkeiten können so sehr schnell erkannt und abgestellt werden.

Der über den Wasserzähler erfasste Trinkwasserverbrauch ist der Abrechnungsmaßstab für die Kanalgebühr. Für das zur Gartenbewässerung verwendete Trinkwasser muss folglich auch die Abwassergebühr entrichtet werden. Der Grundstücksbesitzer kann sich die Abwassergebühr sparen, wenn ein separater, geeichter Wasserzähler eingebaut und damit nur die für die Gartenbewässerung verwendete Menge erfasst wird. Dies rechnet sich wegen der notwendigen Investitionskosten (Zählereinbau, Zählereichung alle 6 Jahre, usw.) in der Regel aber erst bei einem Wasserverbrauch von mehr als rund 50 m³/Jahr. Sollten Sie Interesse an einer getrennten Gartenwasserverbrauchserfassung haben, so teilen Sie uns dies bitte mit, damit wir Ihnen die gebührenpflichtige Genehmigung (25,00 €) ausstellen können.

Die regelmäßig durchgeführten Trinkwasseruntersuchungen gaben keinen Anlass zu Beanstandungen.

Die Wasserhärte beträgt für Icking und Dorfen rund 20 ºdH (Grad deutscher Härte). Nach dem Waschmittelgesetz ist dies gerade noch im Härtbereich 3. Achten Sie bitte bei der Waschmitteldosierung darauf.

In Notfällen wenden Sie sich bitte an den Wasserwart, Herrn Burlein (Tel. 0172/4412144 oder 08171/26077)

 

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