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5 G in Icking

Infoblatt
In Icking macht ein sog. „Infoblatt“ die Runde. Da dieses „Infoblatt“ kein Impressum hat, ist nicht ersichtlich, wer es verfasst hat. Die Verwaltung sieht solche anonymen „Informationen“ eher sehr kritisch.

 

Funkmast beim Sportplatz
Bisher ist der Gemeindeverwaltung nicht bekannt, dass in Icking ein 5G-Funkmast gebaut werden soll.
Schon vor einigen Jahren hat Vodafone angekündigt, südlich vom Sportplatz einen Mobilfunkmast bauen zu wollen. Der Gemeinderat hat dafür auf der Basis des Teilflächennutzungsplans bereits 2016 in öffentlicher Sitzung die Fläche zwischen Sprungschanze und Tennisplätzen vorgeschlagen. Da die Strahlenbelastung mit der Höhe des Masten abnimmt, soll die Masthöhe 30 m betragen.

 

Wann der Bauantrag vorgelegt wird, ist bis dato nicht bekannt. Wenn er vorliegt wird er in öffentlicher Sitzung des Gemeinderats behandelt. Unabhängig davon wird die Gemeindeverwaltung die neuesten Entwicklungen transparent, zum Beispiel auf der Homepage, an die Bürgerinnen und Bürger weiter geben. Außerdem wird zu diesem Thema am 13. November 2019 ein Bürgerinformationsabend stattfinden.

 

Teilflächennutzungsplan Mobilfunk
Bereits 2012 hat der Gemeinderat sich als Ziel gesetzt, den Ortsbereich von Mobilfunkstrahlung weitestgehend zu befreien. Er hat daher Herrn Ulrich vom Umweltinstitut München beauftragt, Immissionsprognosen für die jetzigen Standorte neben der Tankstelle und südlich vom Bauhof (Außenbereich-Standorte) sowie für 15 weitere Standorte außerhalb des bebauten Gebiets zu erstellen. Das Ergebnis war, dass an den Standorten südöstlich vom Sportplatz Icking und südlich der Holzener Allee die geringste Belastung für die Wohngebiete in Icking und Irschenhausen ausgehen. Demzufolge hat der Gemeinderat in einem Flächennutzungsplan festgelegt, dass künftig nur an diesen Stellen ein Mobilfunkmast errichtet werden darf.

 

Eine Erweiterung auf 5G an den jetzigen Standorten ist somit ausgeschlossen.

 

Funkantennen bis 10 m Höhe
Keine Einflussmöglichkeit hat die Gemeinde jedoch, wenn in den Wohngebieten 10 m hohe Antennen gebaut werden sollen, denn diese sind genehmigungsfrei. Allerdings können diese nur gebaut werden wenn die Grundstückseigentümer einen entsprechenden Vertrag mit einem Mobilfunkanbieter schließen. Daher ist der Termin am 13.11.2019 sicher auch für private Grundstückseigentümer sehr interessant.